Leon Gilhaus wird neues Mitglied der OSCAR Geschäftsführung
Seit dem 1. Januar 2026 ist Leon Gilhaus Teil der Geschäftsführung von OSCAR. Als Nachfolger von Nick Kieven verantwortet er in seiner Rolle den Bereich des Personalmanagements. Im Interview spricht er über seinen Weg von Mettingen über Sevilla nach Köln, über die Bedeutung von Entwicklung und darüber, warum Beratung auch im KI-Zeitalter ein People Business bleibt.
Was hast Du vor Deiner Zeit bei OSCAR gemacht und wie bist Du in der Geschäftsführung gelandet?
Wenn ich meinen bisherigen Weg zusammenfassen müsste, dann wäre es wohl dieser Gedanke: Theorie ist wertvoll, aber erst in der Praxis bekommt sie Gewicht.
Aufgewachsen bin ich in Mettingen. Dort habe ich Fußball gespielt, dort bin ich zur Schule gegangen und dort habe ich gelernt, wie wichtig Verlässlichkeit, Teamgeist und Bodenständigkeit sind. Gleichzeitig ist Mettingen ein Ort mit unternehmerischer Geschichte. Das hat mein Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen bereits früh geprägt.
Nach der Schulzeit habe ich mich ganz bewusst für eine Ausbildung zum Industriekaufmann entschieden. Ich wollte verstehen, wie Unternehmen wirklich funktionieren. Nicht nur auf dem Papier, sondern in Abläufen und im Arbeitsalltag. Nach dem Abschluss der Ausbildung war mir jedoch schnell klar, dass ich die theoretischen Grundlagen weiter vertiefen möchte.
Bevor ich mein Bachelorstudium in Osnabrück begann, habe ich erste Auslandserfahrung gesammelt. Mein Praktikum in Sevilla war eine Erfahrung, die mich nicht nur fachlich, sondern vor allem persönlich geprägt hat. Neue Perspektiven, ein anderes Arbeitstempo, eine andere Kultur.
Daraufhin folgte mein BWL Studium mit dem Schwerpunkt Personal. In dieser Zeit habe ich gemerkt, dass mich insbesondere die Schnittstelle zwischen Organisation, Prozessen und Menschen interessiert.
Für ein duales Masterstudium bin ich anschließend nach Köln gezogen und im Dezember 2023 begann mein Weg bei OSCAR als Consultant. Das war eine herausfordernde Zeit, die mich vor allem in den Bereichen Selbstmanagement, Resilienz und Priorisierung stark geprägt hat.
Als Consultant durfte ich mehrere sehr unterschiedliche Projekte begleiten. Vom Employer Branding Konzept über den Aufbau eines Performance Management Systems bis hin zu Prozessprojekten im Controlling. Diese Vielfalt hat meinen Blick für Organisationen, Menschen und Strukturen nachhaltig geschärft.
Nach über einem Jahr als Consultant begann mein interner Karriereweg bei OSCAR: Zunächst in der Projektplanung, anschließend in der Projektleitung und seit dem 1. Januar 2026 schließlich in der Geschäftsführung. Ein Weg, der sich rückblickend nicht wie ein Sprung, sondern wie eine logische Entwicklung anfühlt.
Was bedeutet für Dich Erfolg bei OSCAR – und wie gestaltest Du ihn für Dein Team?
Mein Opa hat einmal zu mir gesagt: Man hat erst ausgelernt, wenn alle Finger der Hand gleich lang sind.
Dieser Satz begleitet mich bis heute. Für mich bedeutet Erfolg bei OSCAR, niemals stehen zu bleiben, sondern sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Rückblickend war genau diese Haltung entscheidend für meinen eigenen Weg und dafür, Schritt für Schritt Verantwortung zu übernehmen.
Für mein Team gilt dasselbe. Entwicklung ist bei OSCAR kein „Nice-to-have“, sondern fester Bestandteil der Kultur. Wer Verantwortung übernimmt, soll sich weiterentwickeln können. Meine Aufgabe sehe ich darin, diesen Rahmen zu schaffen, Orientierung zu geben und Entwicklung aktiv zu begleiten. So, wie ich es selbst bei OSCAR erleben durfte.
Was motiviert Dich an herausfordernden Tagen, dranzubleiben?
An schwierigen Tagen hilft mir vor allem der Blick auf die eigene Entwicklung. Zu sehen, wo man vor kurzer Zeit noch stand und wie viel möglich ist, wenn man an sich glaubt und bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.
Darüber hinaus ist es ganz klar OSCAR selbst. Die Menschen, mit denen ich arbeite, das gewachsene Vertrauen und das Gefühl, Teil eines Teams zu sein, das zusammenhält. Man weiß, dass man nicht allein durch schwierige Phasen geht, sondern sich gegenseitig unterstützt. Diese Nähe, das gemeinsame Arbeiten und der Anspruch, Dinge zusammen besser zu machen, geben mir an solchen Tagen besonders viel Motivation.
Wer würde Deinen Job besser machen als Du selbst?
Mein erster Gedanke geht weniger in Richtung einer Person, sondern eher dahin, wie stark Technologie die Rolle heute verändert. Viele Aufgaben lassen sich heute durch KI sinnvoll unterstützen und effizienter gestalten.
Trotzdem bleibt die Beratung ein People Business. Es geht um Einordnung, Kontext und Vertrauen. Und manchmal eben auch um Gespräche über Karnevalskostüme, den FC Schalke 04, den 1. FC Köln oder das Wetter in Deutschland.
Ich glaube, dass es bei OSCAR Menschen gibt und geben wird, die meinen Job besser machen als ich. Zu sehen, wie Kolleginnen und Kollegen Verantwortung übernehmen, sich weiterentwickeln und Dinge eigenständig vorantreiben, empfinde ich nicht als Bedrohung, sondern als Bestätigung dafür, dass Entwicklung im Team funktioniert.
Wo wärst Du heute, wenn Du Deine Einstiegsstelle bei OSCAR nicht bekommen hättest?
Mich hat die Beratungswelt schon immer gereizt. Vor allem wegen der Vielfalt an Themen, dem Kontakt zu Menschen und der steilen Lernkurve. Wahrscheinlich wäre ich in einem Umfeld gelandet, das ähnliche Anforderungen an Verantwortung und Entwicklung stellt.

