Alina Cappallo wird neues Mitglied der OSCAR Geschäftsführung

Ab dem 1. Februar 2026 übernimmt Alina Cappallo Verantwortung in der Geschäftsführung von OSCAR. Sie tritt die Nachfolge von Carolin Krause an und verantwortet künftig die Bereiche KI und IT-Entwicklungen sowie Nachhaltigkeit. Im Interview erzählt sie, was sie auf ihrem Weg in die Beratung gelernt hat, warum sie bei OSCAR geblieben ist und was sie antreibt, wenn es mal nicht rund läuft.

 

Was hast Du vor Deiner Zeit bei OSCAR gemacht und wie bist Du in der Geschäftsführung gelandet?

Auf meinem bisherigen Karriereweg habe ich gelernt, dass der Weg zum Traumjob nicht immer gradlinig verlaufen muss.

Vor meiner Zeit bei OSCAR habe ich mich in unterschiedliche Richtungen orientiert. Nach dem Abitur wusste ich nicht genau, wie mein Karriereweg aussehen soll. Deswegen habe ich mich zunächst für ein Germanistik-Studium in Bonn entschieden, was ich jedoch schnell wieder verworfen habe. Da mich Medien stets interessiert haben, habe ich mich danach für ein Bachelorstudium im Bereich Medien- und Kommunikationsmangement in Köln beworben. Während dieser Zeit habe ich erste theoretische Bezüge zur Wirtschaftswissenschaft erlangt. Darin habe ich einen Bereich gesehen, den ich mir für meinen späteren beruflichen Werdegang gut vorstellen konnte.

Aufgrund dessen war für mich klar, ich möchte mich nicht im Studium auf einen konkreten Bereich spezialisieren, sondern breiter aufstellen. Ein anschließendes Masterstudium stand für mich immer außer Frage, weshalb ich in den darauffolgenden zwei Jahren meinen Master in Business Administration abgeschlossen habe. Parallel dazu habe ich zunächst als Werkstudentin im internen Prozessmanagement und später in der Wirtschaftsprüfung gearbeitet. Diese Tätigkeiten waren spannend, jedoch konnte ich mir hier keine Zukunft vorstellen.

Um weitere Berufsfelder auszuprobieren, habe ich mich zum Ende meines Masterstudiums mehr und mehr für die Beratungsbranche interessiert. So bin ich auf OSCAR aufmerksam geworden. Als ich meinen Weg hier begann, dachte ich zunächst, ich würde ein paar Monate Erfahrung sammeln und dann entscheiden, ob ich mir eine Zukunft in der Beratungswelt vorstellen kann. Tatsächlich hatte ich hier einen Bereich gefunden, der perfekt zu mir und meinen Interessen passt. Die Kombination aus wirtschaftlichen Fragestellungen, strategischen Ansätzen und einer individuellen Herangehensweise für verschiedenste Themen und Branchen und individuellen Herangehensweisen hat mich begeistert. Als Consultant konnte ich mein Wissen aus vorherigen Stationen in einem Beratungsprojekt zum Thema Prozessmanagement einbringen und habe ein Gefühl für Kundenorientierung und Stakeholdermanagement erlangt. Schon während des Projektes wurde mir klar, dass ich meine Fähigkeiten in der Beratung vertiefen möchte.

Bereits nach fünf Monaten ging es für mich in die Projektplanung. Weitere fünf Monate später folgte die Projektleitung. Diese Stationen haben mein Verständnis und meine Erfahrung in der Beratung geschärft und um wertvolle Skills erweitert. Seit dem 01.02.2026 darf ich den letzten Schritt des OSCAR-Karrierewegs gehen – die Geschäftsführung. Damit vervollständigt sich für mich eine einzigartige Entwicklungschance.

Was hat Dich in Deiner Zeit bei OSCAR am meisten positiv überrascht?

Es gibt viele Dinge, die mich bei OSCAR im positiven Sinne sehr „überrascht“ haben. Wenn ich mich auf die drei wichtigsten beschränken müsste, wäre es wahrscheinlich das Zusammenspiel aus Verantwortung, Wachstum und Teamgeist.

Für mich war es in der Vergangenheit oft schwierig, mich aus meiner „Comfort-Zone“ herauszubewegen. Bei OSCAR wurde ich von Tag 1 an dazu motiviert Verantwortung zu übernehmen und das Projektgeschehen aktiv mitzugestalten. Hier war man nicht, wie in vielen anderen Jobs, eine unterstützende Kraft, sondern die treibende Kraft. Wie schnell man sich dieser Verantwortung bewusst wird und über sich hinauswächst, hat mich begeistert. Damit geht eine sehr steile Lernkurve einher. Rückblickend habe ich mich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiterentwickelt. Durch immer wieder neue Herausforderungen habe ich gelernt resilienter zu werden und auch in unbekannten oder kritischen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Dieses Wachstum wird nicht zuletzt auch von einer einzigartigen Team-Dynamik getrieben. Bei OSCAR treffen verschiedene Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Wissensschwerpunkten aufeinander. Dieses Umfeld ist unfassbar inspirierend und motivierend. Eine solche Erfahrung hätte ich in dieser vergleichsweisen kurzen Zeit wohl nirgendwo anders erfahren dürfen.

Was ist einer der besten Ratschläge, die Du in Deiner Karriere bei OSCAR bekommen hast?

Der beste Ratschlag für mich war es, schwierige Situationen bzw. Herausforderungen nicht als Problem, sondern als Chance zu sehen. Das klingt zwar relativ plakativ, hat sich für mich allerdings in vielen Situationen bewährt.

Gerade zu Beginn meiner Zeit bei OSCAR gab es Situationen, in denen ich mit meiner eigenen Arbeit nicht zufrieden war. Das Gefühl, etwas nicht gut genug gemacht zu haben oder gar versagt zu haben, begegnete mir in der ein oder anderen Situation. Was mir damals von mehreren Personen gesagt wurde, hat meine Perspektive nachhaltig verändert: OSCAR ist genau das Umfeld, in dem man Fehler machen darf, um anschließend daraus zu lernen. Seitdem gehe ich mit einer anderen Haltung an schwierige Situationen heran.

Eine typische Eigenschaft des Arbeitsalltags bei OSCAR ist es, früh Verantwortung zu übernehmen. Sei es als Abteilungsmitarbeiter, als Consultant oder später auf dem Karriereweg. Gerade saß man noch in der Uni und plötzlich lernt man, mit verschiedensten Stakeholdern zu kommunizieren, deren Bedürfnisse zu analysieren und den Projekterfolg maßgeblich mitzugestalten. Auf diesem Weg läuft nicht immer alles nach Plan. Auch wenn man stets Unterstützung und Ratschläge bekommt, findet man sich nicht selten in einer Situation, in der die finale Entscheidungsmacht bei einem selbst liegt. Ich habe bei OSCAR gelernt, vor solchen Situationen nicht zurückzuschrecken, sondern als Chance für Weiterentwicklung zu betrachten. Groß zu denken und Aufgaben anzugehen, für die man sich noch nicht vollständig gerüstet fühlt, ist keine Überforderung. Es ist der schnellste Weg, über sich hinauszuwachsen.

Was motiviert Dich an herausfordernden Tagen, dranzubleiben?

Das kann unterschiedlich ablaufen. Ich sehe aber zwei Dinge als sehr zentral. Zum einen natürlich das OSCAR.team. Das Umfeld bei OSCAR ist geprägt durch gegenseitige Motivation und Inspiration. Im Laufe der Zeit hat man sich gemeinsam weiterentwickelt und viele Herausforderungen gemeistert. Das schweißt – gerade in einem dynamischen und hektischen Umfeld wie der Beratungswelt – sehr zusammen. An herausfordernden Tagen hole ich mir bewusst verschiedene Perspektiven aus dem Team. Auf diese „Schwarmintelligenz“ zurückzugreifen und mir Impulse aus dem Team einzuholen gibt einem in komplexen Situationen frischen Wind. Diese Stütze bezieht sich natürlich nicht nur auf die fachliche, sondern oft auch auf die menschliche Unterstützung.

Das andere, was mir hilft, ist ein kurzer Blick zurück. Ich erinnere mich daran, wie viele Herausforderungen ich in der relativ kurzen Zeit bei OSCAR schon gemeistert habe und welche Lernkurve dadurch möglich war. Sich Erfolge vor Augen zu halten, hilft mir extrem, mich zu ermutigen, auch die nächste Hürde zu nehmen.