Nachhaltigkeitsberichterstattung im Wandel: Neue Einigung, neue Spielregeln
Die CSRD als Meilenstein für mehr Transparenz, Verantwortung und strategische Nachhaltigkeit in Unternehmen
Nachhaltigkeit ist längst kein „Nice-to-have“ mehr. Regulatorische Anforderungen, steigende Erwartungen von Stakeholdern und ein wachsendes gesellschaftliches Bewusstsein machen Nachhaltigkeitsmanagement zu einem zentralen Unternehmensziel. Im Dezember 2025 einigte sich das Europäische Parlament auf Anpassungen im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichtspflicht, bekannt als Omnibus-Verordnung. Ziel: Bürokratie abbauen, Reporting vereinfachen und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen stärken.
Was auf den ersten Blick nach Entlastung klingt, bedeutet in der Praxis vor allem eines: Veränderung. Welche Auswirkungen hat das konkret, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)? Und wie lassen sich die neuen Anforderungen strategisch sinnvoll umsetzen?
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Omnibus-Verordnung: Was steckt dahinter?
Das Omnibus-Paket bündelt EU-Änderungen an zentralen Nachhaltigkeitsvorgaben, vor allem an der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Die CSRD verlangt von berichtspflichtigen Unternehmen eine umfassende Offenlegung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten (ESG).
Die Einigung schafft Klarheit darüber:
- Wer ist künftig berichtspflichtig?
- Welche Pflichten werden angepasst?
- Welche Fristen gelten?
Wichtig: Die grundlegende Richtung der EU-Nachhaltigkeitsagenda bleibt bestehen. Reporting- und Sorgfaltspflichten werden nicht abgeschafft, sondern neu justiert.
Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick
Die Berichtspflichten nach CSRD bleiben ein zentrales Instrument, werden aber gezielter angewendet. Nach der vorläufigen Einigung von EU-Parlament und Rat vom 9. Dezember 2025 gilt:
- Berichtspflichtige Unternehmen: Ab dem Berichtsjahr 2027 müssen nur noch Unternehmen berichten, die
- mehr als 1.000 Mitarbeitende beschäftigen und
- einen Nettojahresumsatz von über 450 Millionen Euro
- Fristen und Vorbereitung: Die neuen Regeln treten 2027 in Kraft. Unternehmen sollten bereits heute mit der Anpassung von Prozessen, Datenmanagement und digitalen Tools beginnen.
- Externe Prüfungen: Nachhaltigkeitsberichte müssen künftig auditierbar sein, ähnlich wie Finanzberichte.
Bedeutung für Unternehmen
Auch wenn KMU formal entlastet werden, bleibt Nachhaltigkeit strategisch relevant:
- ESG-Daten müssen weiterhin erfasst und strukturiert werden
- Interne Prozesse und Systeme sollten angepasst werden
- Digitale Tools wie CO₂-Rechner und Audits werden zunehmend unverzichtbar
- Fehlende Compliance kann erhebliche finanzielle Konsequenzen haben
Für das Management heißt das: Nachhaltigkeit wird gleichwertig neben finanziellen Kennzahlen betrachtet, inklusive eines kulturellen Wandels im Unternehmen.
Entlastung heißt nicht Entwarnung
Die Omnibus-Verordnung reduziert Komplexität, sie schafft aber keinen rechtsfreien Raum. Unternehmen stehen vor zentralen Fragen:
- Bin ich künftig noch berichtspflichtig?
- Welche ESG-Daten brauche ich wirklich?
- Wie richte ich Prozesse flexibel aus?
- Wie gehe ich mit Erwartungen von Stakeholdern um?
Vorbereitungen, die bereits auf CSRD ausgerichtet waren, sollten nicht gestoppt, sondern strategisch überprüft und angepasst werden.
Die Praxis zeigt: Freiwillig wird zur Notwendigkeit
Auch wenn die Omnibus-Verordnung viele Unternehmen formal entlastet, ändert sich am Marktdruck wenig. Immer mehr unserer Kunden berichten freiwillig: Nicht primär aus regulatorischen Gründen, sondern aus wirtschaftlicher Notwendigkeit. Banken machen ESG-Nachweise zur Voraussetzung für Kreditvergaben, und bei öffentlichen sowie privaten Ausschreibungen werden Nachhaltigkeitsinformationen zunehmend zum K.O.-Kriterium.
Wer heute nicht transparent über seine Nachhaltigkeitsleistung Auskunft geben kann, riskiert konkrete Geschäftsnachteile und das unabhängig von gesetzlichen Pflichten.
Nachhaltigkeit als Chance, nicht nur als Pflicht
Richtig umgesetzt, bietet Nachhaltigkeitsberichterstattung handfeste Vorteile:
- Höhere Transparenz und Steuerungsfähigkeit
- Fundierte Investitionsentscheidungen
- Schlankere interne Prozesse durch klare Datenstrukturen
- Positionierung von Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil
Die entscheidende Frage lautet nicht ob, sondern wie Unternehmen Nachhaltigkeit strategisch in ihre Organisation integrieren.
Was Unternehmen jetzt konkret tun sollten:
OSCAR als starker Partner
Hier setzt OSCAR an. Als Unternehmensberatung mit ausgewiesener Nachhaltigkeits- und Data-Strategy-Expertise unterstützen wir Sie auf Ihrer Nachhaltigkeits-Reise.
Wir begleiten Sie dabei:
- ESG-Daten systematisch zu erheben und zu strukturieren
- Auswirkungen der Omnibus-Verordnung fundiert zu bewerten
- CSRD-Vorbereitungen zielgerichtet auszurichten
- ESG-Strategien und Reporting pragmatisch zu entwickeln
- Nachhaltigkeit wirtschaftlich und regulatorisch sinnvoll zu nutzen
Ob verpflichtend oder freiwillig: Nachhaltigkeitsberichterstattung wird zum festen Bestandteil unternehmerischer Steuerung. Unternehmen, die jetzt handeln, sichern sich Compliance, Transparenz, Vertrauen und langfristigen Mehrwert.
OSCAR steht Ihnen dabei als verlässlicher Partner zur Seite – von der Strategie bis zur Umsetzung.

